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KX. Kunst auf Kampnagel



"Projektive Räume"
eine Ausstellung von Heike Hamann und Wolfgang Block

28. 3. bis zum 17. 4. 1998

Eröffnung am Sonnabend, den 28. 3. 1998 um 16 Uhr,




Heike Hamann wurde 1962 in Hamburg geboren und lebt heute in Berlin, wo sie Ende der achtziger Jahre an der HdK Kunst studierte. Ihre aktuellen Arbeiten sind ganz auf die Architektur bezogen, in der sie sich befinden und werden zum Teil derselben: Statt das Volumen eines Raumes durch hereingetragenes Material zu beeinflussen, verändert sie durch Manipulation des Lichteinfalls durch die Fenster mit den Mitteln der Malerei die visuelle Anmutung der Räume, welches gleichzeitig durch Perspektivzeichnungen von Raumfluchten an den Wänden verstärkt wird. Der Betrachter findet so kein von ihm getrennt vorhandenes Kunstwerk vor, sondern er betritt eine von der Künstlerin geschaffene und von dem Licht der verschiedenen Tageszeiten abhängige Stimmung und Assoziationslandschaft. Außerdem zeigt Heike Hamann Fotos von Inszenierungen aus der "Double Black Box", einer begehbaren Camera Obscura, bestehend aus zwei Räumen, die miteinander durch eine Linse verbunden sind. Die Personen, die sich in der einen Box befinden, erscheinen als lebende, auf dem Kopf stehende Projektionen in der anderen Box. Das Ganze stellt wieder ein geschlossenes System dar, in dem nicht über Blickkontakt, sondern über "Bildkontakt" kommuniziert und interagiert wird.

Wolfgang Block, der 1955 in Hamburg geboren wurde, hat ebenfalls die Intention, die im Licht enthaltene Information aus einem Raum (auch wenn es der Weltraum sein sollte) in einen anderen Raum hinüber zu leiten. Auf den sich drehenden Flügeln eines im Freien stehenden Windobjekts befindet sich eine kleine Videokamera und das von ihr aufgenommene Bild wird in Echtzeit auf die Wände einer sich in der Galerie befindlichen Zelle projiziert. Die Flügel des Windobjekts und die Wände der Zelle sind mit von Wachs überzogenem Netz bespannt. Durch die hohe Transparenz des Materials dringen die Projektionen durch die Wachswände, so daß man die Ubertragung der "natürlichen Geschwindigkeit" und des durch die Natur mittels der (unbeeinflußbaren) Windgeschwindigkeit gestalteten Bildes der Außenwelt unmittelbar in einem von derselben Natur getrennten Raum erleben kann. Für Wolfgang Block ist Wachs aber nicht nur Projektionsfläche, sondern auch Material, und als solches stellt er es in Kontrast zu Metall, in dem er beispielsweise Stahlblöcke durch Paraffinblöcke gleicher Abmessung und Volumens räumlich erweitert, so daß der Eindruck eines in der Form homogenen und doch aus völlig gegensätzlichen Materialien bestehenden Gegenstandes entsteht.

Die Ausstellung ist vom 28.3. bis zum 17. 4.1998 geöffnet. Donnerstags und Freitags von 16 bis 20Uhr und Sonnabends und Sonntags von 14 bis 18 Uhr in den Räumen von KX - Kunst auf Kampnagel Jarrestraße 20, 22303 Hamburg (Tel/Fax 040/279 23 94).

Kontakt:

Julia Eltner
Preystraße 20
22303 Hamburg
Telefon 040/279 12 81 Fax 040 / 270 67 53

Wolfgang Schindler
Bilser Straße 32 d
22297 Hamburg
Telefon 040/51 26 50
Fax 040 / 413 45 90 6


KX Kunst auf Kampnagel
Jarrestraße 20, 22303 Hamburg
Telefon und Fax 040/ 279 23 94

Gefördert von der Kulturbehörde der freien und Hansestadt Hamburg.