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KX. Kunst auf Kampnagel








Kaltstart. 4 Veranstaltungen mit 15 Künstlern für Sinn, Leib und Verstand, - der Jänner 1999.



TonArt-Ensemble

SA, der 9.Januar 20 Uhr Eintritt 18 DM (ermäßigt 12 DM)

Zwar bade ich gerne...

eine weisse Waschschüssel, am Boden mit Wasser gef&uullt, in der 2 Lautsprecher liegen


Eine grafische Komposition von Heiner Metzger für liquide Zeitverläufe, Klangströme und nautische Abenteuer mit dem TonArt-Ensemble.


GoBots

Ist es Elo Clandestine, the real robot, der inmitten seiner Artgenossen steht?


Elo Clandestine, the real GameBoy, schickt seine Musiker, die Human Improvisor Troop, in einen gnadenlosen Kompositionsbattle gegen ein ganzes Orchester aus Spielzeugrobotern, den GoBots. Der Fight wird auf einer Großleinwand direkt übertragen.

Auf beiden Veranstaltungen spielt das TonArt-Ensemble:

            
Michael Haase (Banjo)
Georgia Ch. Hoppe (Klarinetten, Saxophone)
Ole Hoffmann (Baritonsaxophon)
Robert Klammer (diverse Geräuscherzeuger)
Nicola Kruse (Violine)
Heiner Metzger (Klarinette, Saxophon)
Claudius Molter (Querflöte)
Harry Nitz (Perkussion, Vibraphon)
Krischa Weber (Cello)
Hannes Wienert (Saxophone)




Setzen - Gegensetzen

FR, der 15.Januar 20 Uhr Eintritt 10 DM

Peter Fjodoroff und Eckhard Rhode lesen

In Bezug auf sich selbst als eine sich durch ihre Struktur bestimmende ist Sprache ein geschlossenes System, wogegen sie im Bezug (!) der bewußten und unbewußten ( phonologischen, morphologischen, syntaktischen, semantischen) Aktivitäten des sich in ihr und auf sie beziehenden Autors ein offenes wird.

Der allgemeine und spezielle Aufbau von Sprache, den man eher vollziehen als beschreiben kann, verkörpert die Bedingungen der Möglichkeit sprachlichen Denkens als ein Phänomen, das sich selbst erfahren,erkennen und reflektieren kann, sich organisierbar verhält und erhält.

Die allgemeine, an sich angeborene und sich entwickelnde sprachliche Grundkompetenz bringt mehr ins Spiel, als innerhalb einer Sprache ( die ein verallgemeinerter Spezialfall von Sprache ist, wie Deutsch, Hopi oder Griechisch) im normativen Zustand umsetzbar ist, was nur durch Totalisierung zu überwinden, aber in Sprache selbst angelegt sein muß.

Es entfalten sich daraus die Grundlagen und Gegenstände in Durchdringung von Analyse und Synthese.

Schreibzustand und Sprachaufbau ergänzen,richten und integrieren sich durch den Schreibprozeß, der die kompositorische Form der Einheit aller(!) relevanten Umstände, Ereignisse und Subprozesse ist.

Der Autor relativiert seine (mögliche) Freiheit, was ein kreativer Akt ist, der Steigerung und Erweiterung schafft.

Das Ziel ist dieser Weg, und er ist unumkehrbar.

(Peter Fjodoroff, Geraffte Beschreibung der Grundsituation beim Schreiben)


Setzen - Gegensetzen

Material, Hölzer, schlachtfeldartig auf der Bühne liegend



Mit Peter Fjodoroff, Hans Thalgott, Eckhard Rhode

Das allgemeine Wahrnehmungs- und Denksystem erzeugt eine musikalische Grundkompetenz, welche sich als Prozeß ihrer Umsetzung, der die Form der Einheit eines möglichen Ganzen ist, im musikalischen Einzelgebilde überträgt und ein gliederbares Kontinuum weiterbildet.

Das bezeichnet die tragenden Teile des kompositorischen Prozesses und dessen, was wir die Kompositorische Körperschaft nennen können, die zum musikalischen Autor produktiver Vorgänge geworden ist, die sich nur jenseits Wohltemperierten Systems, athematisch-amotivisch, ohne vorgegebene Harmonie und Metrik, unnotierbar unnotiert, authentisch gestalten.

In SETZEN-GEGENSETZEN werden Geräusch,Ton,Laut zu Material von Musik auf Hölzern,Tenorhorn,Stimme und anderen Klangerzeugern.

Gegebene und entstehende Unterschiede, der Aufbau von einzelnen in übergreifender Entwicklung als auch deren mündliche,gedachte und schriftliche Konzeption greifen notwendigerweise ineinander,gehen auseinander hervor.

Die erweitere Organisationshypothese muß lauten, daß alle(beziehbaren)Töne,Geräusche und Lautkomplexe und zwar nach all ihren Aspekten(nur) aufeinander zu beziehen sind.

Es muß also jeweils ein Aspekt wie Volumen, Klangfarbe, Lautstärke, Dauer, Beschleunigung oder Höhe formal dominieren können, ohne daß die anderen widersprüchlich vernachlässigt werden.

(Peter Fjodorff :Aus einem theoretischen Konzept: Prinzipielles zur kompositorischen Situation in der Musik )



Sang-Ho Lee

FR, der 22.Januar 16 - 20 Uhr, Eintritt frei
Sangho Lee kocht ca.200 Portionen koreanische Meeresfrüchte-Multie-Pfannkuchen.
Während des Kochens redet er gerne mit den Besuchern über das alltägliche Leben.

SA, der 23.Januar 16 - 20 Uhr, Eintritt frei
Sangho Lee schneidet allen Frauen und Männern, die es möchten, die Haare und
redet mit ihnen über das fröhliche, schöne Leben.

Sangho Lee zeigt die Installation "Die tanzende Lebenspoesie" nur während diesen 2 Tagen. Insgesamt 11 Sätze werden mit Motoren durch den Luftraum getanzt.

Jeder kann im Freiraum zwischen den Wort und Wort spazieren.

Sangho Lee erklärt uns, warum er kocht:
Vor einigen Monaten habe ich als Koch in einem Restaurant 4 Wochen lang gekocht. Pro Tag mußte ich für 150 Personen verantwortlich sein.

Es war für mich hart, aber damit habe ich eine neue Erfahrung gemacht. Ich erinnere mich daran, daß meine Mutter in 50 Jahren für ihre Familie jeden Tag 3 mal gekocht hat. Das ist eine unglaubliche Lebens-Arbeit. Ich glaube, daß alle Lebensverhültnisse real und ähnlich sind und zur Zeit interessiert es mich, solche real-alltägliche Leben in den öffentlichen Raum zu bringen. - Ich suche nach Sinn im Leben.

( Das background-gif dieser site hat seinen Ursprung aus einer von Sang-Ho Lee gezeigten Installation auf der " PaperArt 1998 " in der Speicherstadt Hamburgs)




Kontakt:

Stephan Schildberg

Telefon 040/ 59 36 03 05










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Jarrestraße 20, 22303 Hamburg
Telefon und Fax 040/ 279 23 94