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KX.



(6 x 7) ausfliegen

Peter Boué_Frank Fietzek_Harald Finke_Corinna Korth_Imke
Korth-Sander_Jürgen Mau_ulunmichaelsteinke

Eröffnung am Donnerstag, 11. Januar 2001 um 20 Uhr.
Einführung von Gunnar F. Gerlach.

Geöffnet: 12. Januar bis
28. Januar 2001 jeweils
Donnerstag und Freitag 16 bis 20 Uhr sowie
Sonnabend und Sonntag 14 bis 18 Uhr

Naturbeobachtung oder Observation: Die Grenze zwischen Zivilisation und Wildnis

Das Ausstellungsprojekt (6x7) ausfliegen ist die Fortführung einer Idee von Jürgen Mau aus dem Jahr 1997.

Damals fanden sich u.a. die hier vertretenen Künstler in dem Ort Beeskow, in Brandenburg nahe der polnischen Grenze zusammen. Dieses Projekt Orte/Erkundungen verband sie, deren Arbeitsweisen unterschiedlicher nicht sein können.

Die dem Aufenthalt folgende Ausstellung in Beeskow zeigte die Auseinandersetzung mit diesem spezifischen Ort.
Prägnanter noch kann das nun folgende Abarbeiten am heimischen Ort sein.


Bewußt wurden Orte in und um Hamburg herum gewählt, die wenig spektakulär sind:

der Fernsehturm, der Hafen und der Wildpark Schwarze Berge sind sozusagen semitouristische Ausflugsziele, während der Autobahnraststätte Stillhorn und der Kegelbahn eindeutig etwas Dumpfes anhaftet - also allemal Orte, die zum Dekodieren des Ortes als Kulturlandschaft einladen.

Ebenso unterschiedlich wie die Arbeiten der Künstler ist ihre Herangehensweise:

Peter Boué stellt durch Zeichnungen mit Unterstützung von Fotografien den fiktiven Charakter des Ortes hervor, gemäß etwa Orte/Erfindungen, Frank Fietzek dagegen auf einer möglichen interaktiven Basis die Bewegung des Bildes.

Harald Finke stellt Erkundungen über die Pflanze an, er verwendet dabei Fotodokumentationen und computerbearbeitete Pflanzenzeichnungen und wird die Pflanze selbst ihre Empfindungen abbilden lassen.

Corinna Korth wird Filme zeigen, in denen die Wildnis noch in den zivilisationsgesättigsten Orten gegenwärtig ist: Tiere, die sonst den Menschen meiden, präsentieren sich selbstbewußt unter uns.

Die Malerin Imke Korth-Sander setzt auf besondere Weise Bilder in Zeichnungen und Malerei um, die Landkarten und Ortsbezeichnungen zum Thema haben.

Jürgen Mau wird aus Fotografie, Malerei und Video bestehende Ensembles zeigen, die das auf den Erkundungen erworbene Material Stichworten wie Territorium/Gewalt/Kommunikation unterordnen.

Das Künstlerpaar ulunmichaelsteinke verfolgt einen anderen konzeptuellen Ansatz, der den Ort und seine Transformation in den Medien verfolgt. Ihre Ergebnisse sind sozusagen Partituren der Relativität der Dinge.

Durch den gemeinsamen Kontext der spezifischen Orte werden in der Ausstellung sehr unterschiedliche künstlerische Ansätze miteinander verbunden.
Gunnar F.Gerlach stellt in seinem Eröffnungsvortrag das Fälschen durch Globalisierung hervor - denn Orte sind zusehens so virtuell wie Geld.

 

künstlerische Koordination:

Peter Boué