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KX. Kunst auf Kampnagel

Galerie ohne Raum/TheNoRoomGallery präsentiert:

KX Strich


(Die Kunstausstellung am Ende des 20. Jahrhunderts)



KX Strich


bis zum 8.3.1998 jeweils Donnerstags und Freitags 16-20 Uhr sowie Sonnabends und Sonntags 14-18 Uhr

Eröffnung:
Donnerstag, 19.2.1998, 20 Uhr
Es sprechen Frank Lüsing und Alexander Rischer



Die von den Hamburger Künstler Jan Holtmann und Florian Muser haben es sich zur Aufgabe gemacht, nicht länger autonome, (vermeintliche) Kunstwerke zu fabrizieren und auf dem vertrautem Weg zu präsentieren, sondern unter dem Namen Galerie ohne Raum reine Ausstellungen zu produzieren. Das können Werke sein, die von ihrem Ausgestelltsein nicht zu trennen sind, also erst durch Einheit von Arbeit und Ausstellung zu einem Kunstwerk werden. Es kann sich aber auch um das Produzieren von Ausstellungsweisen / Präsentationsformen handeln.

Die "G. o. R." präsentiert in regelmäßigen Abständen andere Künstler, deren Arbeiten sich in diesem Kontextsystem bewegen. Die "Galerie ohne Raum" hat seit 1995 in Hamburg, Berlin, Köln und im Internet mehrere Ausstellungsprojekte realisiert. Im Mai 1998 wird sie auf der ArtGenda in Stockholm vertreten sein.

Unter dem Titel KX-Strich wird die Galerie ohne Raum eine von ihr für die zu bespielenden Räume entworfene und produzierte Präsentationsform ausstellen. Die Ausstellungsfläche von KX wird in zwei getrennte Galerien unterteilt. Jede Galerie wird autark, mit eigenem Zugang, Bar Toilette und vier Räumen sein, gleich der Nachbarschaft zweier Galerien in einem Galerienhaus, gibt es keinen direkten Durchgang, um von der einen aus die andere zu erreichen muß der Besucher einen kleinen Umweg in Kauf nehmen.

Die beiden "Künstler" Jan Holtmann und Florian Muser werden eine Gruppenausstellung von 12 KünstlerInnen, die von einem Kurator, zur Illustration seiner eigenen , hochtheoretischen Hypothese zusammengetragen wurden, simulieren/erzeugen.

Einer zeitgenössischen Gruppenausstellung entsprechend , stammen die Werke aus den verschiedensten Bereichen aktuellen Kunstschaffens: Photographie, Installation, Objekte, Malerei, Konzept, Video.......etc. Die Arbeiten sind in doppelter Anfertigung fabriziert. Jede der Galerien wird so mit der gleichen Ausstellung bestückt, die jeweiligen Räume werden, soweit es die architektonischen Gegebenheiten zulassen, in gleicher Anordnung bespielt.

Der Rezipient, wird nicht bemerken, daß die Gruppenaustellung von zwei Personen fabriziert wurde, der Gewohnheit folgend durchwandelt er die Räume, beurteilt die Arbeiten einzeln und versucht dann die übergeordnete theoretische Ordnung zu entschlüsseln. Nach einiger Zeit wird er sich entsinnen, daß die Räume von KX unterteilt sind, darauf die Ausstellung verlassen, um zu sehen was noch geboten wird, die zweite Galerie besuchen, sich vielleicht überlegend, ob es die Institution KX in der gewohnten Form noch gebe.

Schnell wird er in der neuen Ausstellung bemerken, daß er sich eigentlich in der alten befindet, dann vielleicht die Arbeiten im Kopf vergleichen, um Unterschiede zu finden, noch einmal die andere besuchen, um das Rätsel zu lösen.......schließlich wird er feststellen, daß er ein Teil der Kunst ist und daß die Ausstellung irgendwo dazwischen liegt.


KX Kunst auf Kampnagel
Jarrestraße 20, 22303 Hamburg
Telefon und Fax 040/ 279 23 94

Gefördert von der Kulturbehörde der freien und Hansestadt Hamburg.